Auch in kurzen Zeitfenstern produktiv an der Dissertation arbeiten

Kennst du das? Dein Kind schläft oder wird gerade betreut, dein Arbeitsplatz sieht einladend aus und du willst endlich mit dem Schreiben deiner Dissertation anfangen. Du setzt dich an Schreibtisch, startest den Rechner und…weißt irgendwie nicht, wo du jetzt anfangen sollst. Eigentlich bist du viel zu müde und eigentlich lohnt es sich doch gar nicht, in dieser kurzen Zeit an etwas Großem zu arbeiten. Also klickst du dich durch das Internet und schreibst ein paar Emails. Am Ende des Tages ärgerst du dich, dass du nichts für deine Dissertation gemacht hast und die wichtigen Dinge mal wieder liegen geblieben sind.

Endlich kein schlechtes Gewissen mehr, dass die Dissertation immer zu kurz kommt

Damit du zukünftig auch kurze Zeitfenster und müde Tage produktiv für deine Doktorarbeit nutzen kannst, möchte ich dir heute ein nützliches Instrument zur Verfügung stellen: die flexible ToDo-Liste.[1] Methoden für ein gutes Zeitmanagement gibt es ja unzählige. Bei so einem großen Vorhaben wie dem Promotionsprojekt sollte es auch darum gehen, die eigene Energie im Blick zu behalten.

Mit der flexiblen ToDo-Liste kannst du:

  • auch kurze Arbeitszeiträume produktiv nutzen
  • flexibel mit deinen Energiereserven umgehen
  • dich auf den unvorhersehbaren Alltag mit Kind einstellen
  • deine Doktorarbeit auch an „schlechten“ Tagen voranbringen
  • für regelmäßigen Fortschritt und eine größere Zufriedenheit sorgen

Manage nicht nur deine Zeit, sondern auch deine Energie

So geht es:

Unterteile deine Aufgaben danach, wie viel Zeit sie erfordern und wie viel Energie du aufbringen musst. Viel Energie benötigst du wahrscheinlich für Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, für die du dich sehr konzentrieren musst oder die dich auf andere Weise herausfordern. Das kann z.B. die Auseinandersetzung mit einem Fachtext sein. Weniger Energie kostet es dich vermutlich, etwas bereits Geschriebenes noch einmal durchzulesen, etwas zu verbessern oder ein paar erste Gedanken zu notieren. Hierzu zählt z.B. die Layout-Überarbeitung einer Präsentation oder ein grober Entwurf für eine Email an deine Doktormutter.

Aus der Kombination von Zeitaufwand (Umfang der Aufgabe) und Energielevel (deine aktuelle Verfassung) ergeben sich die drei Spalten der flexiblen ToDo-Liste.

So kann eine flexible ToDo-Liste aussehen:

Dr.-Majana-Beckmann-Dissertation-Zeitmanagement-Flexible-ToDo-Liste

Mit der flexiblen ToDo-Liste hast du immer eine Aufgabe zur Verfügung, die gerade zu deiner Situation passt!

Diese Fragen helfen dir, in der jeweiligen Situation das passende ToDo zu finden:

  • Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung? Ist das Ende meiner Arbeitsphase klar oder unklar?
  • Wie viel Energie habe ich gerade? Wie konzentriert kann ich jetzt arbeiten?

Entsprechend suchst du dir die passende Aufgabe aus deiner Liste aus und legst los.

So werden kurze Zeiträume für dich zur produktiven Arbeitszeit

Wenn du wenig Zeit zur Verfügung hast, heißt das also nicht, dass du gerade nichts tun kannst. Im Gegenteil: Wenn dein Energielevel stimmt, kannst du genau dieses kurze Zeitfenster deiner Doktorarbeit widmen! Suche dir eine passende Aufgabe aus deiner Liste aus und prüfe noch einmal kurz, ob du sie weiter reduzieren musst, damit sie in dein aktuelles Zeitfenster passt oder ob du sie ggf. unfertig liegen lassen kannst. Die einzige Voraussetzung dafür, diese kurze Arbeitsphase produktiv zu nutzen, ist, dass deine Ziele konkret genug formuliert sind, so wie in meinem Beispiel weiter oben.

Ein weiteres aktuelles Beispiel: Ich bearbeite just in diesem Moment ein ToDo aus der Spalte „wenig Zeit und viel Energie“, und das lautet: Den Blogbeitrag überarbeiten, bis das Baby aufwacht. 🙂 Ich rechne also jeden Moment mit einer Unterbrechung, habe aber später in jedem Fall eine wichtige Aufgabe vorangebracht. Dass ich sie unter Umständen nicht beenden kann, ist dabei okay für mich, morgen geht es weiter.

„Es lohnt sich nicht, jetzt etwas für die Promotion zu machen, ich fange lieber morgen an“ ist also mit dieser Liste keine gültige Ausrede mehr: Vielmehr ist jeder Moment genau der richtige, um dich deiner Doktorarbeit zu widmen. Cool, oder? 😉

Wenig Zeit und wenig Energie für die Dissertation?

„Da oben fehlt doch noch eine Spalte!“, denkst du dir? Du hast recht, es gibt noch den theoretischen Fall D: wenig Zeit und wenig Energie. In diesem Fall empfehle ich dir ganz klar, etwas anderes zu machen. Du brauchst höchstwahrscheinlich eine Pause! Überlege, was dir gut tut: Meditieren, ein Spaziergang, dich verabreden,… was auch immer gerade dran ist. Besser ist es natürlich, du planst diese bewussten Pausen von Anfang an ein, dann bleiben die Energietiefs aus.

Du stellst fest, dass es bei dir momentan gar keine Tage gibt, an denen du dich konzentriert den umfangreichen Aufgaben widmen kannst? Dann ist es an der Zeit, an deiner Struktur zu arbeiten. Ich unterstütze dich dabei, wieder neue Energie zu entwickeln, aktiv an deiner Dissertation zu arbeiten und für regelmäßigen Fortschritt zu sorgen.

Endlich wieder produktiv sein? Hole dir Unterstützung!

Mit einem Promotionscoaching kannst du

  • deiner Dissertation einen festen Platz im Alltag einräumen
  • eine funktionierende Schreibroutine für dich etablieren
  • deine Prokrastination überwinden und endlich produktiv werden

Du benötigst einen Blick von außen auf deine Situation und eine erste Einschätzung? Dann buche hier dein kostenloses Erstgespräch mit mir: https://calendly.com/klarwaerts-coaching
Hier kannst du nachlesen, wie andere das Coaching bei mir erlebt haben.

Ich freue mich, von dir zu hören!

[1] Ursprünglich stammt die Bezeichnung von Martin Krengel (Golden Rules), der die Flexibilität jedoch etwas anders auslegt. Wenn dich das ebenfalls interessiert, schau mal hier: https://www.studienstrategie.de/zeitmanagement/to-do-listen/